Geschichte der Bryologie in der Schweiz

 

Adalbert Geheeb (21.3.1842-13.9.1909)

Geboren in: Geisa in der Rhôn/Thüringen/Deutschland

Gestorben in: Königsfelden/AG/Schweiz

Herbar: B (zerstört), Naturama Aarau, einzelne Belege in Z

Kurzbiographie: 1856 Realgymnasium in Eisenach. 1858 Lehre in der Hofapotheke Coburg. Rezeptar u.a. in Brugg und in Zofingen. 1864/65 Studium der Pharmazie in Jena. 1867 Übernahme der Apotheke des verstorbenen Vaters in Geisa. Nach dem Verkauf seiner Apotheke lebte er in Freiburg i.Br. und widmete sich nur noch der Forschung. Er war ein international bekannter Moosforscher. Das herausragende Moosherbar ging durch Schenkung eines Gönners in den Besitz des kgl. Herbariums in Berlin. Sein wissenschaftlicher Nachlass befindet sich im Haeckel-Haus in Jena. 1864 schenkte er Aarau eine Laubmoosflora bestehend aus 171 gipfel- und 99 seitenständigen aargauischen Moosen. Dazu noch 7 Torfmoose. Publikationen: Die Laubmoose der atlantischen Inseln Link. 1864 Die Laubmoose des Kanton Aargaus Link.

Beitrag zur Bryologie: Er wirkte kurze Zeit im Kanton Aargau als Apotheker und publizierte 1864 „Die Laubmoose des Kantons Aargau, mit besonderer Berücksichtigung der Phanerogamenflora und der geognostischen Verhältnisse". Im Naturama Aarau befindet sich eine wunderschöne Sammlung von kunstvollen Collagen, auf denen Geheeb mit Moosen fiktive Landschaften nachbildete (Honegger 2011). Im zu Ehren sind z. B. die Gattung Geheebia und das Moos Brachythecium geheebii benannt.

Biographische Quellen: Harvard Index of Botanists. JSTOR Plant Science, Sammler Z+ZT, Wikipedia, Frahm & Eggers 2001 S.128ff, Müller 1910, Röll 1910.


Publikationen (Bryologie / CH):

Geheeb A., 1864. Die Laubmoose des Cantons Aargau. — H.R. Sauerländer, Aarau. VIII + 77 S.
Geheeb A., 1872. Bryologische Mitteilungen. — Flora 55: 489–490.
Geheeb A., 1899. Bryologische Fragmente. IV. — Allgemeine Botanische Zeitschrift für Systematik 5, Beiheft 1: 20-28.

Zusammengestellt von: N. Müller & B. Weber