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Rote Liste 2020

Orthothecium chryseon
Erstmals seit 60 Jahren wurde das Gold-Seidenglanzmoos (Orthothe-
cium chryseon)
wieder in der Schweiz gefunden. Der Fund gelang
Thomas Kiebacher bei Erhebungen für die Rote Liste im Kanton Glarus.

Das Team von Swissbryophytes arbeitet im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU an einer Neuauflage der Roten Liste der Moose der Schweiz. Die neue Rote Liste wird 2020 erscheinen und ist eine rechtliche Grundlage für den Vollzug im Naturschutz. Unter Berücksichtigung veränderter Bedrohungen und taxonomischer Änderungen wird der Gefährdungsgrad aller in der Schweiz vorkommenden Moosarten neu beurteilt.

Die Arbeiten an der neuen Roten Liste umfassen Revisionen von Herbarbelegen und gezielte Feldarbeit. Dabei werden einerseits verschollene Arten und Populationen nachgesucht und andererseits in speziellen Lebensräumen Dauerflächen eingerichtet, um besonders gefährdete Arten auch in Zukunft genau beobachten zu können.

Bis zum Erscheinen der Roten Liste 2020 hat die Rote Liste 2004 (Schnyder et al.) für die Moose der Schweiz Gültigkeit.

 

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Literatur

Bergamini A., Hofmann H., Kiebacher T., Meier M., Müller N., Schnyder N., Steffen J., Urmi E., 2016. Welche Moose sind in der Schweiz aktuell gefährdet? Eine revidierte Rote Liste soll Antwort geben. — Meylania 58: 18–22. pdf
Kiebacher, T., Steffen, J., Meier, M., Bergamini, A., Hofmann, H., Müller, N., Reimann, M., Schnyder, N. & E. Urmi. 2017. Missionen, Dauerflächen und verschollene Arten – Neues von der Roten Liste der Moose – Missions, surfaces d’analyses permanentes et espèces menacées – des nouvelles de Liste rouge des bryophytes de Suisse. — Meylania 60: 8–14. pdf
Schnyder N., Bergamini A., Hofmann H., Müller N., Schubiger-Bossard C., Urmi E., 2004. Rote Liste der gefährdeten Moose der Schweiz. — BUWAL, Bern. 99 S. pdf