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Rote Liste 2021

Orthothecium chryseon
Erstmals seit 60 Jahren wurde das Gold-Seidenglanzmoos (Orthothe-
cium chryseon)
wieder in der Schweiz gefunden. Der Fund gelang
Thomas Kiebacher bei Erhebungen für die Rote Liste im Kanton Glarus.

Das Team von Swissbryophytes hat im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU eine Neuauflage der Roten Liste der Moose der Schweiz erarbeitet. Die neue Rote Liste wird voraussichtlich 2021 erscheinen und ist eine rechtliche Grundlage für den Vollzug im Naturschutz. Unter Berücksichtigung veränderter Bedrohungen und taxonomischer Änderungen wurde der Gefährdungsgrad aller in der Schweiz vorkommenden Moosarten neu beurteilt.

Für die Erstellung der neuen Roten Liste wurden Revisionen von Herbarbelegen und gezielte Feldarbeit durchgeführt. Dabei wurden einerseits verschollene Arten und Populationen nachgesucht und andererseits in speziellen Lebensräumen Dauerflächen eingerichtet, um besonders gefährdete Arten auch in Zukunft genau beobachten zu können.

Bis zum Erscheinen der Roten Liste 2021 hat die Rote Liste 2004 (Schnyder et al.) für die Moose der Schweiz Gültigkeit.

 

Literatur

Bergamini A., Hofmann H., Kiebacher T., Meier M., Müller N., Schnyder N., Steffen J., Urmi E., 2016. Welche Moose sind in der Schweiz aktuell gefährdet? Eine revidierte Rote Liste soll Antwort geben. — Meylania 58: 18–22. pdf
Kiebacher, T., Steffen, J., Meier, M., Bergamini, A., Hofmann, H., Müller, N., Reimann, M., Schnyder, N. & E. Urmi. 2017. Missionen, Dauerflächen und verschollene Arten – Neues von der Roten Liste der Moose – Missions, surfaces d’analyses permanentes et espèces menacées – des nouvelles de Liste rouge des bryophytes de Suisse. — Meylania 60: 8–14. pdf
Schnyder N., Bergamini A., Hofmann H., Müller N., Schubiger-Bossard C., Urmi E., 2004. Rote Liste der gefährdeten Moose der Schweiz. — BUWAL, Bern. 99 S. pdf